laufende Regeneration :-)
So, ein weiteres Kapitel meiner Laufgeschichte ist jetzt erstmal abgehakt. Der Alltag hat mich wieder.
Jenseits des Muskelkaters und der Zielzeiten für künftige Läufe heißt es jetzt Vernunft walten zu lassen und zu regenerieren. Sauna wäre cool (öhm ein heißer Tipp) oder relaxen auf’m Sofa und wieder etwas Fett ansetzen
Arrrgh – bitte nicht Fett ansetzen, da hab ich noch genug von. Also heißt jetzt mein Motto lieber “laufende Regeneration”:
Gesagt getan – Dienstag 8 langsame Kilometer – Mittwoch 10 langsame Kilometer und heute auch schon wieder 7 Kilometer – aber auch laaangsam.
In Summe ganze 25 Kilometer. Morgen werd ich nen Ruhetag machen und Samstag/Sonntag, wenns klappt, kommen auch nochmal zwei langsame Einheiten dazu.
Eigentlich ne tolle Sache, dass es einfach weitergehen kann, ohne Beschwerden und ohne große Pause. Nach meinem ersten Marathon war ich gefühlte 2-3 Wochen außer Gefecht und bekämpfte Muskelkater und “burn out”.
Dieses Mal fühle ich mich, wie frisch aufgtankt und neu eingestellt – eigentlich bereit zu neuen Taten. Ich denke ein gefährliches trügerisches Gefühl. Irgendein Muskel, ne Sehne oder nen Band wartet bestimmt nur darauf mir meinen Übereifer zurückzuzahlen und mich lahmzulegen. Daher genieße ich es einfach gaaanz langsam zu laufen und versuche den Gemeinheiten meiner “hinterlistigen” Schwachstellen im Körper keine Angriffsfläche zu bieten.
Frühstens in 8-10 Tagen werde ich mein Training wieder anziehen und dann überlege ich mir mal, wo ich mich im Herbst noch nen Halbmarathon und nen Marathon hinhänge um mein Laufjahr perfekt abzurunden. Für Vorschläge bin ich durchaus empfänglich.
In 3 Wochen hab ich Urlaub – mal sehen wie ich danach dastehe…

August 5th, 2010 um 18:04
Da haben wir es wieder:Übereifer kann durchaus schaden, das kann man überall in Blogs und Laufforen lesen, wenn sie der eine oder der andere mit Verletzungen herum quält – manchmal immer wieder aufs Neue.
Da hilft wirklich nur eins: Regenerieren, sich gut dabei ernähren, langsam laufen, den Körper zur Ruhe kommen lassen. Sag’ ich es doch schon immer: Nicht nur mit den Füßen, auch mit dem Kopf unterwegs sein, dann sollte es eigentlich klappen, aber die meisten streben nach schneller, weiter, öfter, das kann nur schief gehen, Schlaue machen es anders !
August 5th, 2010 um 22:03
Ist es also zuviel? Ist es unschlau?
Unbelehrbar war ich ja schon in der Schule…
Gut, dass morgen Freitag ist, da nehm ich frei
August 8th, 2010 um 14:52
Hi Martin,
gefühlt bist Du allein schon mit dem Namen Deines Blogs ein Überflieger. Das Wort meine ich nur bezeichnend, nicht wertend. Ich stecke noch in den Laufkinderschuhen und dann liest sich jemand, der einen Marathon überhaupt nur finishen kann, schon heldenhaft. Daß Du aber genauso schwankst, was Überlegungen bezüglich “Wieviel ist zu viel?” etc. angeht, macht Dich echt sympathisch und läßt mich ruhiger sein, weil ich dann denke: Nö, das hat man nicht zu wissen, das lernt man nur, in dem man sich versucht.
August 8th, 2010 um 20:43
Hallo Evchen,
man kann es auch nicht wissen, man lernt aus Fehlern oder aus Erfolgen. Ich denke wir “Amateure” bzw. “Spaßläufer” haben es da einfacher, als die erfolgsorientierteren Läufern. Trotz all meinen “Zielzeiten” sehe ich mich primär als Spaßläufer mit teilweise ehrgeizigen Zielen. Ich denke aber meine Ziele sind alle noch erreichbar, ohne am Rande des Übertrainings bzw. des überlastenden Trainings zu agieren. Ich kann es mir leisten mal ein Training ausfallen zu lassen ohne einen Leistungseinbruch zu riskieren.
Vielen Dank für deinen Eintrag – und das mit den Laufkinderschuhen
, aus denen wächst man schneller heraus, als man sich das in seinen Träumen vorstellen kann – sofern man stehts nur einen Schritt auf einmal machen möchte und auch macht. Viel Spaß dabei…
Gruß
Martin
August 11th, 2010 um 07:33
Dann drücke ich mal die Daumen das alles im Lot bleibt und Du weiterhin fit bist für neue Taten. Ich habe bei mir festgestellt, dass nicht die Trainingsumfänge das Problem sind, sonder immer nur zu hohe Geschwindigkeiten. Ich bin nun mal kein “Raser”.
Also mache ich langsam und genieße.
Gruß Gerd