“unrunde” Experimente…
Irgendwie ist mir nicht zu helfen. Anstatt es etwas langsamer angehen zu lassen habe ich letzte Woche ordentlich belastet.
Montags: Intervalle
Mittwochs: Intervalle
Samstags: Tempolauf mit Hügeltraining
Und was sagt mein Trainingsplan: Martin dir ist nicht zu helfen….
Vor allem weil das Training am Mittwoch einfach unglaublich hart war und auch nicht im Trainingsplan stand.
Am Montag hab ich mein Intervalltraining, das mittwochs anstand durchgezogen.
Die geplanten 5 x 1600m in 6:50 hab ich locker schneller laufen können. Teilweise war die Bahn nicht ganz frei und so war mein letztes Intervall etwas langsamer, aber es war wirklich OK. Mit Pausen und Ein- und Auslaufen kam ich auf 15,2 km und war abends sehr zufrieden.
Am Mittwoch hab ich auf Empfehlung der Lauftrainerin des hießigen Leichtathletikvereins 5 x 200er Intervalle durchgezogen in 35 sec. Dazwischen nur wenig Pause und das ganze mit 3 Serien. Das war unglaublich hart für mich und im Endeffekt im Moment für mich auch unglaublich dämlich, da mir danach mein Knöchel weh getan hat und ausserdem war ich zwei Tage völlig platt. Ne, also selbst wen das fürs Tempo was bringt (was ich nicht bezweifle), das pack ich im Moment so nicht!
Am Freitag hab ich dann die 10er Runde gedreht und leider hat es mich schon wieder auf die Fresse gehauen, da der Weg einen Kilometer lang total vereist war und ich auf den Grünstreifen musste und da bin ich dann gestolpert und bumm – lag ich mal wieder auf der Fresse. Mein Husky hat mich etwas ungläubig (großkotzig?) angesehen und dann gings auch wieder und es ist ja auch nix passiert, genervt war ich trotzdem.
Am Samstag stand dann wieder ne zügigere Einheit an und ich lief wieder mal mit den schnellen Jungs ne Runde mit 3 eingebauten Hügelsprints – man was mach ich für bekloppte Sachen… auch dieser Lauf hat mich wacker geschlaucht und mir war klar, so unstrukturiert wie diese Woche darf es nicht mehr weitergehen. Tempo Tempo Tempo kann ich nach dem Marathon zur Vorbereitung auf meinen Halbmarathon in Stuttgart machen, jetzt gibt es wichtigeres… sonst kann ich nur jeden 3. Tag laufen
Sonntags konnte ich leider nur küruzer Laufen, da ich auf einen Geburtstag eingeladen war und so konnte ich am Montag auch wieder das Intervalltraining vom Mittwoch vorziehen.
3 x 4000 m (4:29 min/km) mit 1600 m Trabpausen. Da mich einer der schnellen Jungs begleitete lief es ziemlich gleichmäßig und ziemlich zügig. Ich bin die zweite und die dritte Serie in einem 4:15er Schnitt gelaufen obwohl die Kicker des Oberligavereins permanent die Bahn 1-3 blockierten und wir oftmals in den Kurven ordentlich raus mussten… Na ja, zuviel Kopfbälle trüben scheinbar die Wahrnehmungsfähigkeit, anders lässt sich das dümmliche Traben auf den inneren Bahnen nicht erklären, während Leichtathleten versuchen ihr Tempotraining durchzuführen …
Fazit: Das wettkampfspezifische Training kommt langsam in die Gänge und auch die Ausdauer wird besser und besser. Aber – tja – aber – so ganz rund laufe ich immer noch nicht
Ich werde also um einen Arztbesuch nicht vorbeikommen – zumindest deutet sich das an. Sch…
Gut dass ich heute nen freien Tag hab. Morgen steht nix großartiges an – bin mal gespannt wie es am Donnerstag ist.

Februar 11th, 2009 um 08:46
” Und was sagt mein Trainingsplan: Martin dir ist nicht zu helfen….”
Du bist verrückt – und glaubst allen Ernstes, dass dir der Arzt-Besuch erspart bleibt bei soooooooooo einem Training, sowieso schon lädiert. Auch wenn es dich nerven mag, ich finde das unverantwortlich, was du deinem Körper hier zumutest, da geht bestimmt nicht gut.
Würde es dir nicht genügen, einfach mal den Marathon mit Freude und ohne Verletzung und ohne Schmerzen durchzulaufen ?
Stattdessen gibst du ihm immer wieder aufs Neue !
Ja, ja, ich bin halt so, das tut mir weh, wenn ich lese, wie du ihn malträtierst, du brauchst ihn noch !
…..und von heute auf morgen wird sich da sicherlich nichts ändern.
ciaoooooooo
Februar 11th, 2009 um 12:31
Ich bin ja auch jemand der es ab und zu mal übertreibt. Aber ich versuche wenigstens ab und zu mal ein wenig was dazu zu lernen.
Ich habe so das böse Gefühl, dass Du dich im Augenblick kaputt läufst.
Pass blos auf dich auf. Nicht das der Schuß nach hinten los geht!
Mach mal ein bisschen langsam!
Gruß Gerd
Februar 11th, 2009 um 20:19
Eigentlich hast du ja schon selbst eingesehen, dass du das nicht so schaffst. Drei Tempoeinheiten die Woche sind selbst bei sechs Trainingstagen zu viel. Wie viele Trainingstage hast du jetzt? …
Ich würde dir spontan empfehlen, maximal zweimal mit dem Verein zu laufen, weil da scheinst du ja jedes Mal von den anderen gezogen zu powern. Und dann müssen die anderen Einheiten auch ruhig sein.
Grundsätzlich sagt man ja, tu was du möchtest, solange du dich wohl fühlst. Tust du das gerade? So total geschlaucht, das kann doch nicht das Richtige sein
Februar 11th, 2009 um 20:34
Ich schliesse mich den Meinungen an. 2 x Tempo in der Woche ist längst genug…. aber das weisst Du ja selber. Mehr wird dir bestimmt auch dein Trainingsplan nicht auferlegen, ich würde mich dran halten. Dann kommt das mit dem Fuss auch wieder in Ordnung.
Februar 12th, 2009 um 09:29
@ultraistgut: Unverantwortlich – vielleicht… Ich denke eher dämlich – aber hab ich ja bereits geschrieben, dass das nicht gepasst hat und ich deshalb so nicht weiter sooo trainiere.
@Gerd: Wie gesagt, dämlich ja, lernresistent – denke ich zumindest
– eher nein!
@Hannes: ja, 2 mal reicht definitiv – diese Woche nach Plan ist alles wesentlich einfacher und entspannter, als das Training letzter Woche mit am Limit zu laufen! Ich fühl mich also wieder wohler beim Laufen…
@Huga: Ja, das passt so, der Trainingsplan hat mich wieder
Februar 12th, 2009 um 12:50
….und wie wäre es mit einem richtigen Trainingsplan? (keine Ahnung, unter wem oder was Du trainierst)
Wenn der halbwegs ausgeklügelt ist, dann kommst Du eigentlich auch nicht in Versuchung was anderes zu machen….
Februar 12th, 2009 um 14:03
@Farmin Gorerunner: Das mit dem richtigen Trainingsplan ist halt so ne Sache. Im großen und ganzen werden die Trainingspläne pauschal für die breite Masse erstellt und gehen dabei nicht auf individuelle Schwächen ein. Man kann zwar aufgrund von seinen individuellen Vorlieben eher Richtung einem Greif Plan oder Steffny oder Higdon, Galloway und wie sie alle heißen tendieren, aber die individuelle Entwicklung, das ggf. notwendige Anpassen muss man doch selbst einschätzen können und durchführen. Ansonsten schafft man es kaum sich in kurzer Zeit überdurchschnittlich zu verbessern…. Nur sollte man das richtig machen und genau auf die Signale des Körpers achten und sie nicht über einen längeren Zeitpunkt ignorieren und dann persönlichen Raubbau betreiben. Das mache ich nicht. Was ich gemacht habe, war eine Woche an meiner persönlichen Grenze zu laufen und dabei auch meinen lädierten Knöchel nicht geschont. Das war blöd, hat aber zum einen noch nicht die Gefahr des Burnouts oder des Übertrainings erhöht, da ich nach einer zusätzlichen Tempo-Einheit die zugegebener Maßen grenzwertig war entsprechend meinen Trainingsumfang am Wochenende auch reduzierte, und auch nachhaltigen Schäden an meinem Knöchel schließe ich aus, da es leicht besser wurde nur eben nicht in dem Maße wie ich es mir erhoffte.
Die allgemeine Kritik ist aber angekommen und ich werde auf alle Fälle vom Arzt meinen Fuß genauer untersuchen lassen.