Ich experimentiere noch…
…ich denke so kann ich zu meiner letzte Woche das Fazit ziehen. Ich war zweimal auf der Bahn. Mal planmäßig und mal außerplanmäßig… Jaaa jaaaa, ich nehm es mit meinen Plänen nicht immer so genau
Am Montag abend überkam mich einfach die Lust auf Bahntraining. Mich hat ein Bericht über ein Training mit 1200m, 1000m, 800m, 600m und 400 m Intervallen inspiriert das einfach mal auch zu machen – auch vor dem Hintergrund um schneller wieder ins Tempotraining auf der Bahn zu finden.Eigentlich sollte ich im Moment ja verstärkt meinen langen Lauf soweit ausbauen um möglichst bald über 30 Kilometer zu kommen. Trotzdem musste das jetzt testweise mal sein.
Das Wetter war zwar etwas windig aber ansonsten eigentlich perfekt, also hab ich mich aufgemacht.
Nach ein paar lockeren Einlaufrunden gings gleich los mit einem 1200 er in 4:27 min (=3:42 min/km). Nach 2 Minuten kam ein 1000er in 3:53 min. da merkte ich bereits, dass mir 2 Minuten Gehpause etwas zu wenig ist. Trotzdem hab ich es so bis zum Schluss aufrechterhalten. Es kam ein 800 er in 3:03 min (= 3:48 min/km) ein 600er in 2:24 min (=4 min/km) und ein 400er in 1:23 min (3:27 min/km) dazu.
Zwischenfazit: das war absolut nicht optimal. Eigentlich hätte ich von der 1200er Zeit sukzessive schneller werden sollen bis zur 400er Zeit Hat aber nicht geklappt, da
a) die Pause für mich definitiv zu kurz ist
b) ein Intervalltraining nach einem langen Lauf und dem schnellen Lauf am Samstag keine so gute Idee war
c) ich noch lange nicht so fit bin wie ich mir das vorgestellt habe…
Ich werde mich jetzt doch lieber an meinen Plan halten und weniger experimentieren – zumindest ab nächster Woche
Dienstag war dann seit Wochen mein erster Ruhetag den ich mit gesamt 13 Kilometern Radfahren (Bahnhof hin und zurück) locker gestalten konnte.
Am Mittwoch hab ich dann mein planmäßiges Bahntraining durchgezogen.
Mit 2000 m Läufen in 4:25 den Kilometer. Das lief gut – das baute mich dann doch wieder auf. Auch die “geliebte” Gymnastik ist mir erstmal halbwegs leicht gefallen. Sollte ich wirklich Fortschritte sprüren?
Am Donnerstag bin ich gaaaaaanz locker 12,5 Kilometer gelaufen in 1:12 h und habe meinen Husky Tjumai entschädigt, für mein Bahntraining. Es war sauglattt im Wald und über zwei Passagen wurde ich wie auf einem Schlitten von meinem Hund über die Eisflächen gezogen… Uppps – so ganz ungefährlich war das nicht. Aber es ging ja ohne Sturz und hat sogar Spaß gemacht
Freitag war frei – yeah und zwar total frei. No sports für einen Tag – auch mal schön!
Am Samstag mit den schnellen Jungs war es dieses Mal relativ locker, da wir auf der Straße, Radwegen und Feldwegen gelaufen sind und im Endeffekt nur einen richtigen Hügel bezwingen mussten. Ansonsten war die Strecke relativ Eben und einen Schnitt von 4:29 min/km zu laufen fiel über die 11,5 km relativ leicht. Zu dritt haben wir uns noch unterhalten können und so ist der Lauf im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug vergangen. So kanns weitergehen dachte ich – nicht ohne sorgenvollen Blick gen langen Lauf am Sonntag.
Eigentlich stand nach Trainingsplan ein relativ zügiger langer Lauf an, aber da ich
a) samstags schon zügiger gelaufen bin
und
b) einfach noch keinen richtig langen Lauf gemacht habe
hab ich mir innerlich ja schon fest vorgenommen, diesen Sonntag und den 01. Februar zu verwenden mich sukzessive und locker an die 3 Stunden und einen langen Lauf über 30 Kilometer heranzutasten und dann erst das Tempo wie vorgeschlagen auf dann galube ich 21 Kilomter durchzuziehen. Ich denke das ist im Moment cleverer, als bei der eh schon gesteigerten Intensität jetzt auch schon bei den längeren Läufen bereits die Intensität hochzufahren. Trainingsplan hin oder her, hier muss man dann auch einfach mal auf sich selbst und die Vernunft hören.
Gesagt getan bin ich dann um 07:40 Uhr recht früh am Morgen mit Tjumai auf die Piste. Es dämmerte gerade erst und ich bin recht locker angetrabt. Schon auf dem ersten Kilometer wurden wir von einem streunenden Hofhund aufgehalten, den Tjumai unbedingt kennenlernen wollte und so musste ich schonmal 2 Minuten unterbrechen, damit sich die zwei Hunde kennenlernen konnten. Dann gings aber weiter um die 2 Minutenhypothek wieder aufzuholen, damit ich schön gelockert im 6er Schnitt den langen Lauf durchziehen konnte.
Leider war es wieder schweinekalt und nach 6 Kilometern fror es mich bereits an meine Hände. Einfach eines meiner “Schwachstellen”. Nach 10 Kilometern war ich 1:04 h unterwegs. Na ja, hätte schon zügiger sein können. Wobei die Strecke teilweise spiegelglatt war und man imemr wieder gezwungen war kurz im Seitenstreigfen zu laufen oder kurz zu gehen um nicht auf einer Eisfläche unsanft zu stürzen. Abschalten wie sonste bei längeren Läufen, war bei diesem Untergrund definitiv nicht drin. Blöderweise musste ich auch noch in die Büsche und … na ja… Nach 1:40 h musste ich dann entscheiden ob ich mit 24 Kilometern zufrieden wäre oder ob ich noch ne Runde hinhägen sollte um auf 30 km zu kommen. Meine Hände voteten für die “ich will nach Hause” Variante, während meine Steuerzentrale und mein Fahrwerk einfach auf die verlängerte Runde einbogen. Gut – dann war das auch geklärt und ich lief halt weiter im Sinne von weiter
Obwohl meine Hände weiter “quengelten” war das eine gute Entscheidung und ich lief einfach locker locker locker genau an die 30 km Marke. Super – welche Freude. Eine Woche früher als geplant habe ich auch schon meinen ersten langen Lauf über 30 Kilometer absolviert und die Zeit von 3:02 h war auch soweit OK. Was für mich auch absolut super war, war mein Durchschnittspuls von 135. Da lieg ich normal deutlich höher und sowohl das, als auch die Waage mit 69,6 kg ließen mich nach diesem läuferischen Abschluss der Woche innerlich jubilieren. Form steigend, Gewicht fallend – sehr gut!

Januar 26th, 2009 um 10:44
Auch wenn du vielleicht noch experimentierst: Das ist doch super, was die die Woche getan hast
Die Bahntrainings werden schon noch wieder richtig rund laufen. Und zu diesem Zeitpunkt darf man auch noch ein wenig experimentieren. Sonst wird es ja zu langweilig
Januar 26th, 2009 um 10:47
Hallo Hannes, stimmt – langeweile kommt somit keine auf… Aber ich denke viel experimentieren werde ich nicht mehr – so langsam ist klar wie ich trainiere und wie mein Plan zusammen gestellt wird.
Januar 26th, 2009 um 19:59
Erstens ein riesen Beitrag und zweitens auch noch so vielseitig und zufriedenstellend.


Freut mich für dich!
Unter 70kg ist natürlich schon was zum schnellen Laufen. Da muss ich mit meinen 86kg ganz schön was mehr durch die Gegend wuchten.
Da wird sich auch nicht mehr viel nach unten ändern. Sonst krieg ich Probleme mit meiner Frau. Die hat mich lieber ein bisschen stabiler
Was man nicht alles für die Frauen macht.
Ich wünsche Dir weiterhin ein verletzungsfreies Training!
Januar 26th, 2009 um 22:00
Hallo Gerd, 69 Kg bzw. etwas weniger ist das Ziel fürs nächste Wochenenende – mal sehen ob ich es realisieren kann. ich denke ab dann wird es eher zäh Richtung Wunschgewicht, aber dann kommt vielleicht noch etwas Süßigkeiten oder Bierverzicht alle zwei Tag als “letztes Opfer” dazu und dann geht vielleicht noch was bis März.
Ich denke meine Frau würde es mir nicht übel nehmen, wnn ich noch auf das ein odere andere Kilo verzichten würde, solange ich nicht übertreibe
Das mit vielseitig und zfriedenstellend trifft es glaub ich sehr gut – so seh ich es zumindest für letzte Woche auch.
Danke auf alle Fälle für die guten Wünsche. Verletzungs- und Infektionsfrei sind jetzt ein absolutes Muss… – also muss ich auch gut auf die Signale meines Körpers hören.
Januar 27th, 2009 um 20:00
Ich werde wohl auch bald mit dem Intervalltraining anfangen. Ich hoffe du hälst uns mit deinen Experimenten auf dem Laufenden. Wäre für uns alle bestimmt hilfreich. zumindest für die die schneller werden wollen. Leider habe ich keine Bahn zur Verfügung. Da muss ich auch meine FR305 / FR 405 warten…
Januar 28th, 2009 um 09:47
@ironschroedi: ich hoffe ich kann berichten, dass es auch ohne weitere Experimente geklappt hat
Das mit “ohne Bahn” hatte ich letztes Jahr auch. Hab es auch mit einem Garmin am Arm durchgezogen. So richtig genau ist das aber nicht gewesen. Irgendwie fänd ich es mal cool, man würde in ner Übersicht die Genauigkeit der Messungen von Garmin, Polar, Suunto und was es sonst noch so gibt bekommen. Insbesondere auch auf Distanzen von 400 – 2000m. Vor allem im Intervalltraining machen ja 10-20 Meter auf 400er Intervalle schon nen Unterschied von ein paar Sekunden aus, die man ggf. zu hart oder zu lasch trainiert. Hört sich jetzt vielleicht pingelig an, aber wenn man es genau nimmt …?! Ich hab für meine Belange ne tolle 2000m Rundstrecke die nahezu topfeben ist. Da konnte man zumindest 2000er Intervalle machen. Für kürzere Strecken dürfte es normalerweise auch leicht sein, geeignetes Terrain zu finden und abzustecken und ggf. mit topografischen Karten oder Google Earth nachzumessen. ist aber mit Arbeit verbunden, die man ja hofft durch die elektronischen Hilfsmittel abgenommen zu bekommen.