Heute nicht ganz 22 km
Eigentlich wollte ich heute morgen schon recht früh laufen, war aber zu müde und lustlos. Also bin ich erst heute mittag um 15:30 Uhr gestartet. Es war kalt – ich fand es sogar saukalt.
Mit langer(!!!) Laufhose bekleidet langes Laufshirt und Laufweste + Bufftuchmütze gings los (peinlich ich Weichei).
Ich lief im 5:30er Schnitt los – ja, dieses Mal etwas vorsichtiger. Liegt aber ganz einfach auch daran, dass ich immer noch leicht schwere Beine vom Halbmarathon letzter Woche habe. Nach 9 Kilometer war mein Tempo irgendwas bei 5:40 /km im Schnitt.
Die letzten 10 Kilometer bin ich dann gaaaanz langsam etwas schneller geworden und am Schluss war es wohl ein Schnitt von knapp 5:25/km für den kompletten Lauf.
War nicht ganz so locker wie erwartet, aber doch ich war zufrieden. Trotzdem überlege ich jetzt, wie es weitergeht. Soll ich wirklich noch 2 Marathons laufen? Soll ich nächste Woche nur gaaanz locker einen Marathon (als lange Trainingseinheit) laufen? Soll ich vielleicht nochmal einen Halbmarathon laufen?
Ich bin etwas verunsichert, weil meine langen Läufe doch nicht ganz so gelaufen sind, wie erwartet. Somit wird es mit einer Marathonzeit von deutlich unter 3:20 h doch ziemlich schwer. Mein Jahresziel 3:10 ist praktisch unmöglich. Es sei denn ich laufe zum Abschluss in Frankfurt, dann hab ich noch ein paar Wochen Zeit zu trainieren. Na ja, jetzt bin ich erstmal müde …. N8

September 15th, 2008 um 10:16
Ein sehr erfahrener Läufer sagte mir einmal: “Eine persönliche Bestzeit kann man nicht planen, sie kommt irgendwann einfach zu dir.” In diesem Sinne würde ich deinen derzeitigen Hänger nicht allzu schwer nehmen. Und vor allem nicht *noch* mehr trainieren. Pass’ auf dich auf, vielleicht kommt ja am Ende eine angenehme Überraschung!
September 15th, 2008 um 13:08
Das mit dem *noch* mehr trainieren ist ja gerade der Punkt. Ich mache eher wenig und habe daher die Zweifel, da es mir nicht sooo leicht fällt wie ich das aus der Vergangenheit kenne.
Den Bestzeiten hinterher jagen sieht zwar nach aussen oftmals so aus, tatsächlich sehe ich es aber ähnlich wie der erfahrene Läufer. Ich war bisher in den seltensten Fällen mit einem Laufergebnis nicht zufrieden, denn ich beurteile immer anhand den Umständen zum Lauf und im Lauf. Habe ich top trainiert, fühle mich in Top Verfassung, dann möchte ich natürlich auch ne Top Zeit laufen… – passt es nicht – dann muss man analysieren…. Das hatte ich aber bisher erst einmal und selbst da hatte ich ne Erklärung für das schlechte Abschneiden und konnte es beim folgenden Lauf direkt besser machen.
Ganz wichtig ist für mich, obwohl mein Blog “Zielzeiten” heißt, dass ich nicht (nur) deshalb laufe um Zielzeiten zu unterbieten…
ich Laufe weil:
- es unglaublich Spaß macht sich bei Wind und Wetter, Sonne oder Regen, draussen zu bewegen und die Natur zu genießen…
- ich immer fetter wurde und ich mich lieber etwas mehr bewege, als etwas weniger esse…
- ich es kann …
- ich Sport und das Messen mit anderen im Wettkampf einfach mag, da ich so meine eigenen Grenzen erfahre und erlebe und ich mich und andere zur Höchstleistung treiben kann…
- ich im inneren Dialog mit mir und meinem Umfeld ins Reine komme…
Das nur als ein kleiner Auszug
September 15th, 2008 um 19:01
“- ich immer fetter wurde und ich mich lieber etwas mehr bewege, als etwas weniger esse…”
bis auf das Messen mit anderen im Wettkampf kann ich es für mich voll und ganz unterschreiben.
Ich glaube aber eher nicht. Was mich reizt sind ganz lange Strecken….. oder ganz außergewöhnliche Läufe!
Vielleicht ändert sich das ja noch mal bei mir
mal sehn was die Zukunft so bringt
Gruß Gerd
und lass den Kopf nicht hängen!
September 15th, 2008 um 20:06
..ich immer fetter wurde und ich mich lieber etwas mehr bewege, als etwas weniger esse…
das war mein Hauptgrund mit dem laufen anzufangen. Bis auf die Sache mit dem Wettkampf kann ich alles andere für mich unterschreiben.
Warum setzt Du dich so unter Druck?
Ich denke bei deinem Training und deinem Talent kommen die Zeiten irgendwann zwangs”läufig”
Las den Kopf nicht hängen!
Gruß Gerd
September 17th, 2008 um 12:20
Danke Gerd… – ich lass den Kopf nicht hängen!