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Köln Marathon 2006

Oktober 09, 2006 Von: Martin Kategorie: Laufen

Am 07.10.2006 12:15 Uhr gings los Richtung Köln. Reinhold, mein Mitläufer, holte mich pünktlich ab und so ging es ohne große Zwischenfälle zügig gen Köln. Obwohl das ganze Anfahrtsprozedere in den Unterlagen nur rudimentär beschrieben war, fanden wir zügig einen Parkplatz und machten uns auf, unsere Startunterlagen bei der Marathonmesse abzuholen. Kurz noch bei der Pasta-Party vorbei und etwas gestärkt… und danach gings auf “Hotelsuche”.

Am Bahnhof Deutz gabs dann schonmal den ersten Dämpfer, als wir keine Tickets mangels funktionsfähiger Automaten lösen konnten. So wollten wir den Weg zu Fuß gen City nehmen um uns dort ein Hotel zu suchen. Glücklicherweise kamen wir zuerst an der Jugenherberge in Köln Deutz vorbei und fragten da mal vorsichtig an und yeah – Unterkunft war somit gebucht!

Danach schlappten wir zurück zum Parkplatz und erfuhren, dass wir den Parkplatz bis 21.00 Uhr verlassen müssen – Mist – Alternativen wurden uns leider keine genannt… und alles um die Messe war mit Halteverbot belegt…
Trotzdem wurden wir ca. 1,5 Kilometer von der jugendherberge entfernt fündig und parken auf P22 (der zwar zu sein sollte – aber egal…). Somit hatten wir auch für den Samstag genug Training in den Beinen, als wir wieder zurück bei der Jugendherberge waren!

Abends gingen wir noch kurz ein Kölsch trinken und etwas mexikanisch Essen und um 22:00 Uhr lagen wir friedlich im Bett.
Nach gutem Frühstück mussten wir leider bis 09:30 Uhr schon die Jugendherberge verlassen… der Start war aber erst um 12:00 Uhr angesetzt. So zogen wir langsam gen Messegelände und gaben unser Gepäck ab. Danach trieben wir uns bis zum Start in Start/Zielnähe herum und verfolgten die anderen Wettbewerbe (Halbmarathon, Handbike und Inliner). Stimmung war da noch eher bescheiden – da hatten wir schon starke Zweifel so von wegen Stimmungsvoller Marathon.
Blöderweise sollten Reinhold und ich in unterschiedliche Blöcke und ich durfte nicht zurück in einen langsamern Block anstehen… – so ein bürokratischer Schwachsinn, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir später auf den ersten 10 Kilometer Läufer überholten, die nur so “krochen” und nie und nimmer in ihren Blöcken richtig aufgehoben waren!

Egal ich wollte Reinhold meinen Mitläufer durch Köln “ziehen” und kletterte daher einfach über die Abschrankung in Reinholds Block, damit wir von Anfang an zusammen bleiben konnten.
Der Start zog sich ewig und gut 15 Minuten nach dem Start der Elite durften wir auch “schon” los. Das Wetter war genial (fast schon etwas zu warm), der Wind vom Vortag und vom frühen Morgen war weg und so konnten wir unter nahezu idealen Verhältnisen durch Köln “tingeln”. Wir fanden relativ zügig unseren Rhytmus und gingen motiviert auf die ersten Kilometer. Ziel war 3:39:59 – 3:44:59 zu laufen und so marschierten wir mit Zeiten um die 5:10 – 5:20 Minuten den Kilometer los. Halbmarathon war 1:49:10 etwas schneller als geplant – und wer weiß, vielleicht war das auch um eine Minute zu schnell für Reinhold.

Die Stimmung war gut und selbst mich im Borussia Mönchengladbach Trikot feuerten diveres Zuschauer frenetisch an! In der Innenstadt war es aber teilweise definitiv zu eng. So konnten stellenweise nur 3 Läufer eng an eng nebeneinander Laufen und das hatte schon fast etwas von L’Alpe d’Huez bei der Tour de France ;-) …
Leider gingen hier auch schon etlich Läufer, die wohl etwas überzogen hatten und so war es schwer durch die enge Zuschauergasse den Rhytmus beizubehalten… Bei Kilometer 34 deutete sich dann leider an, dass unser Anfangstempo etwas zu schnell war und so war schnell klar, dass wir die 3:39:59 vergessen können. Ich nervte, pushte und quälte Reinhold unentwegt. Den letzten Kilometer nach dem Dom über die Deutzer Brücke (glaub ich) ins Ziel liefen wir dann fast wieder unseren normalen Schnitt.

Bei Sonnenschein und gröhlendem Publikum überquerten wir mit 3:43:23 glücklich (aber wohl doch ein kleines bischen enttäuscht) die Ziellinie.

Nach kurzer Regeneration mit alkoholfreiem Bier und einer Banane und Studentenfutter gingen wir duschen und machten uns auf den Heimweg!

Fazit Köln: Die Stimmung – sehr genial – die Kulisse am Dom und über die Brücken – auch genial – ansonsten war die Strecke zwar flach – aber nicht unbedingt malerisch ;-)

Trotzdem: “Danke Köln” – war ein schöner lauf!

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