Perfektes Lauftraining (Herbert Steffny, Ulrich Pramann)
Das Buch war mein zweites Laufbuch, dass ich kaufte.
Eigentlich könnte ich es mir einfach machen und sagen, dass das Buch, wie auch das Baumann Buch, einfach rundum empfehlenswert ist – ganz so einfach mache ich es mir aber nicht.
Gegenüber dem Baumann Buch ist das Steffny Buch, zumindest was die Trainingspläne angeht, Tempo und Kilometer orientiert. Es wird zwar im Training auch kurz auf den Puls eingangen, aber innerhalb der Trainingspläne nicht.
Ein Trainingsplan bei Baumann mit Zieltzeit 3:30 h ist auch für Läufer mit Zielzeit 4:00 h zu schaffen, da eben pulsorientiert. Bei Steffny funktioniert das nicht, da hier konkrete Tempo- und Kilometervorgaben gemacht werden. Ich habe auch schon nach einem an Steffny angelehnten Trainingsplan trainiert und muss sagen, dass der Aufbau des Trainingsplans für mich stimmig war und dass man merkt, dass Steffny wirklich Ahnung hat von der Materie.
Der grundsätzliche Inhalt des Buchs ist aber zum Baumann Buch nicht wirklich so unterschiedlich, dass man unbedingt beide Bücher braucht. Beide Bücher sind aber uneingeschränkt empfehlenswert.
Was an dem Buch mittlerweile für mich etwas “lästig” ist, ist das gerne zitierte Beispiel Joschka Fischer. War das zu meiner Einstiegszeit noch ein motivierendes Vorbild gewesen, so ist er das läuferisch heute sicher nicht mehr.
Als warnendes Beispiel mag aber Fischer durchaus taugen. Zeigt doch seine schnelle Entwicklung zum wirklich guten Läufer, dass man es mit Willen und Ausdauer schaffen kann, dass man sich aber nicht auf seinen “Erfolgen” der Vergangenheit ausruhen sollte.

August 15th, 2008 um 20:09
Ich habe mit Trainingsplänen so meine Probleme. Zwar merke ich im Augenblick, dass sie unheimlich effizient sind, aber sie zwängen einen natürlich ziemlich ein….
Dabei möchte ich einfach nur Laufen
August 15th, 2008 um 22:06
Lieber Gerd,
da hast du natürlich recht – zum Einen ist es so, dass man “bevormundet” wird, zum Anderen ist es so, dass es einem aber hilft konsequent zu sein.
Ich habe, zum Wohle der Familie, eine längere Zeit auf einen festen Trainingsplan verzichtet und flexibel trainiert, wie es gerade passte. Ich versuchte zwar einmal die Woche auf einen langen Lauf zu kommen und zumindest eine Tempoeinheit zu machen – aber so richtig ineinander griff das nicht.
Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich mich mit der Jack Daniels Running Formula auseinandersetzen…
Mal sehen, ob ich dann hier auch konkrete Pläne veröffentliche.
Einfach nur Laufen ist auf alle Fälle schonmal ganz gut…