Pulsuhren – Polar: Accurex – M91Ti – S625X

Notwendig oder nicht notwendig? Gute Frage! Ich trage mittlerweile meine 3. Pulsuhr von Polar. Meine erste Pulsuhr habe ich mir vor über 12 Jahren in Form einer Accurex gekauft. Damals waren die Pulsuhren noch sehr empfindlich was elektromagnetische Strahlungen betraf. Lief ich an der Bahnlinie entlang war mein Puls ruck zuck über 200 und verfälschte so jeden Lauf bezüglich Durchschnittspuls und Höchstpuls.

Dies war schon mit meiner nächsten Uhr wesentlich besser…

… und zwar sowohl was das Aussehen, als auch die Funktionalität betraf.

Es wurde eine Polar M 91 TI – eine optisch schon ganz ansprechende Pulsuhr im Titangehäuse. An neuen Funktionalitäten war der Fitnesstest, der Own Index, eine Kalorienanzeige enthalten und damit für den fitnesSorientierten Läufer  ausgerichtet. Gegenüber der Accurex war auch die Störsicherheit bei elektromagnetischer Strahlung und auch in der Laufgruppe gegenüber den Pulsmessern meiner Mitläufer durch den codierten Sender T31 deutlich verbessert. Dafür war keine Unterstützung bei Intervallläufen enthalten und Zwischenzeiten konnte man auch keine nehmen.  Bei Läufen wurde auch nur der Durchschnittspuls aber nicht der Maximalpuls des Laufs angezeigt. Wie gesagt, die Ausrichtung lag ganz klar auf den fitnessorientierten Freizeitläufern.

Wirklich interessant wurde es dann mit der leider wieder etwas hässlicheren Pulsuhr  S625x Laufuhr mit Entfernungsmesser und Geschwindigkeitsmesser und einem genialen Trainingstagebuch (Polar Precision Performance Software ) auf dem PC und und und.

Schon der Tragekomfort des Brustgurts war gegenüber seinen Vorgängern ein riesen Plus. Insbesondere für mich als eher schmalbrüstigen Läufer konnte endlich ganz bequem der Brustgurt getragen werden.

Hinsichtlich Entfernungsmessung und der Anzeige der Geschwindigkeit war ich dagegen eher entäuscht. Eigentlich müsste man den sogenannten Footpod (das ist das Messteil das man am Fuß/Laufschuh anbringen sollte) jeweils bei jedem Schuh neu eichen (kalibrieren)…. – zmindest wenn es genau sein soll. Bei meinen vielen Laufschuhen eigentlich unmöglich bzw. praxisfremd. Aber auch an ein und demselben Schuh gab es nach der Kalibrierung bei mir je nach Laufgeschwindigkeit Ungenauigkeiten jenseits der prognostizierten 3%. Von den Abweichungen wurde es dann völlig abenteuerlich, wenn ich in meiner Laufgruppe mit 2 anderen Läufern zusammen lief, die auch den Footpod trugen. Da lagen wir teilweise um mehr als 15% auseinander, die Uhren zeigten teilweise Störungen etc. Somit habe ich mich schnell von meinem Footpod bei den Läufen in der Gruppe verabschiedet und die Entfernung händisch in mein Trainingstagebuch eingestellt.

Ansonsten bin ich aber von der Uhr rundum begeistert. Die Navigation innerhalb des Menüs einfach klar und übersichtlich. Die Funktionen zum Intervalltraining sehr gut. 5 verschiedene Trainingsabläufe (sogenannte Exercices) sind speicher- und aufrufbar.

In Verbindung mit der Polar Precision Performance Software kann man die Übungen fürs Intervalltraining auch am PC erstellen und dokumentieren.

Während der Wettkämpfe ist es einfach Zwischenzeiten zu nehmen entweder manuell oder in Verbindung mit dem Footpod nach entsprechend eingestellter Strecke – mit den dazugehörigen Herzfrequenzen.

 Zum Funktionsumfang auf der Polar Homepage…

Was mich generell an den Polarprodukten überzeugt ist die lange Batterielaufzeit und, wenn man es mal kapiert hat, das sauber strukturierte Menü um die einzelnen Funktionen zu aktivieren. Auch die möglichen Optionen z.B. zur Geschwindigkeitsmessung am Fahrrad sind einfach genial und dadurch wirklich multisport tauglich.

Was ich mir wünschen würde?

Eine Uhr mit dem Funktionsumfang der Suunto X10 mit der GPS Genauigkeit einer Garmin 305 und den Pulsfunktionen der Polar S625x….

Veröffentlicht von

Martin

Ziele wandeln sich durch die Zeiten.

4 Gedanken zu „Pulsuhren – Polar: Accurex – M91Ti – S625X“

  1. .. also eine „eierlegende Wollmilchsau“ 😉
    Wobei ich mit meinem Garmin Forerunner 305 eigentlich schon fast an das perfekte (jedenfalls für mich) herankomme. Das einzige was mich stört ist die Tatsache, dass der Forerunner im Vergleich zum Edge (den ich übrigens fürs Biken benutze) keine barometrische Höhenmessung hat. Die Höhendaten aus dem Forerunner kannste vergessen.
    Was ich an den Suunto noch Klasse finde. Die sehen auch noch scharf aus 😉

  2. ja, ich denke du hast Recht – eine eierlegende Wollmilchsau:
    – tolle Optik
    – GPS und Navi Funktionen mit Empfang auch noch zuhause im Keller
    – Pulsfunktionen
    – …
    usw. ach ja bezahlbar sollte sie auch noch sein – hab ich fast vergessen 😉

    Wo kann ich bestellen?

  3. Ich hatte auch eine Polar-Uhr (F6) als erste Pulsuhr und war sehr zufrieden damit. Die Teile taugen etwas. Allerdings störte mich dabei der geringe Speicherplatz (keine Zwischenzeiten) … jetzt bin ich mit dem Forerunner 305 absolut zufrieden. Funktionsumfang ist klasse – und die Distanzmessung auch.

  4. @Hannes
    Der Speicher bei der S625x ist eigentlich ausreichend… – aber trotzdem hab ich es geschafft bei 2 Wettkämpfen den Speicher nicht geleert zu haben…. – war natürlich dann blöd 😉

    Die Forerunner 305 – ist mittlerweile auch vom Preis echt Ok – die Optik dagegen… – keine Uhr zum Ausgehen 😉

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